Ricadi

Die italienische Gemeinde Ricadi liegt in der Region Kalabrien und der Provinz Vibo Valentia. Wenn man sich daran erinnert, dass Italien die Form eines Stiefels hat, dann befindet sich im Süden der „Fuß“ an dessen oberem Ende – da wo man sich den großen Zeh vorstellt, die Großstadt Messina liegt, von der aus man hinüberschauen kann nach Sizilien. Der „Fuß“ Italiens hat auf seiner Oberseite einen kleinen Höcker, eine Art Halbinsel. Und hier findet man die Gemeinde Ricadi mit ihren 4500 Einwohnern. Die Siedlungen von Ricadi liegen etwas im Landesinneren, die Küste jedoch gehört zur Gemeinde – eine Küste, die es in sich hat. Manche sagen einfach „Costa bella“, was „schöne Küste“ bedeutet, andere sind weniger bescheiden und sprechen von der „Costa degli Dei“, der „Küste der Götter“.

Herkules soll im nahe gelegenen Tropea gewohnt haben und dort, wo heute Ricadi liegt, ein Forum für Diskutanten und Rhetoriker eingerichtet haben. Zumindest weiß man, dass Griechen, Karthager, Byzantiner, Araber und Sarrazenen im Geiet rund um Ricadi gelebt haben. 1799 wurde Ricadi auf Geheiß des Königs Giuseppe Napoleon selbständige Kommune. Die Lage der Gemeinde ist interessant, denn sie liegt zwar ganz in Küstennähe, befindet sich aber auf dem Hochplateau des Monte Poro.

Zur Gemeinde Ricadi gehört das Capo Vaiticano, welches in keinem Zusammenhang mit der katholischen Kirche steht. Das Kap ragt bis zu 284 Meter aus dem Meer heraus und ist ein Ausläufer des Monte Poro. Nördlich des Kaps liegt der Golfo di Sant'Eufemia, südlich der Golf von Gioia Tauro. Aus dem Zusammenspiel der Strömungen an diesem Punkt im Tyrrhenischen Meer ist vor Ricadi ein Meeresgebiet entstanden, in dem die größte Artenvielfalt vorherrscht, die Italien zu bieten hat. Das Wasser ist hier voller Fische in allen möglichen Farben und Größen. Keine Wunder also, dass es Taucher und Schnorchler hierher zieht.

Die ganze Küste von Ricadi bis hoch nach Tropea in Kalabrien ist wunderschön. Hier stehen nicht nur einige Burgen, die auch von den Sarrazenen errichtet worden waren, hier gibt es schönste Buchten und große Sandstrände, die nicht von Touristen überlaufen sind. Oft ist das Wasser kristallklar und türkisfarben, die Landschaft voller Blumen und angenehmer Gerüche.

Es zieht sich nicht so viele Menschen in den Urlaub nach Kalabrien, denn ganz im Süden Italiens liegt es weit weg von den kulturellen Zentren. Doch wer einmal hier war, wird sich über die Herzlichkeit der Menschen freuen. Ricardi ist ein toller Ort, Kalabrien kennenzulernen.

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